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Alles
braucht seine Zeit - auch und besonders die Zeit des Trauerns.
Trostworte-Archiv
Von
guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen
mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an
jedem neuen Tag. (Dietrich
Bonhoeffer)
Auferstehung
ist unser Glaube, Wiedersehen unsere Hoffnung, Gedenken unsere
Liebe.
Und
legt der Hauch des Tages am Abend sich zu Ruh', send ich als Stern
vom Himmel, euch meine Grüße zu.
Ich
hab' das Leben überwunden, bin nun befreit von Schmerz und Pein,
denkt oft an mich in stillen Stunden und lasst mich immer bei euch
sein.
Schick
mir keinen Engel, der alle Dunkelheit bannt, aber einen, der mir ein
Licht anzündet. Schick mir keinen Engel, der alle Antworten kennt,
aber einen, der mit mir die Fragen aushält. Schick mir keinen
Engel, der allen Schmerz wegzaubert, aber einen, der mit mir Leiden
aushält. Schick mir keinen Engel, der mich über die Schwelle trägt,
aber einen, der in dunkler Stunde noch flüstert: Fürchte dich
nicht.
Ich
glaube, dass wenn der Tod unsere Augen schließt, wir in einem
Lichte stehn, von welchem unser Sonnenlicht nur Schatten ist. (Arthur
Schopenhauer)
Gott
selbst wird bei den Menschen wohnen. Er wird abwischen alle Tränen
von ihren Augen und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid wird
mehr sein. (Offenbarung 21,3.4)
Und
meine Seele spannte weit ihre Flügel aus, flog durch die stillen
Lande, als flöge sie nach Haus. (J.v.Eichendorff)
Bist
wieder vereint mit Deinen Lieben, die Du hast so sehr vermisst. Und
alle, die hier sind geblieben gedenken Dir im Herzen, wo Du jetzt
bist.
Erinnerungen
sind kleine Sterne, die tröstend in das Dunkel unserer Trauer
leuchten.
Ich
bin sein Gast in seinem Haus, mehr noch: sein Freund und sein Kind.
Die Tür ist offen, solange ich lebe. Und wenn ich sterbe, ist sein
Haus für mich bereit. (Jörg Zink, nach Psalm 23)
Als
Gott sah, dass der Weg zu lang, der Hügel zu steil und das Atmen zu
schwer wurde, legte er seinen Arm um ihn und sprach: Komm heim.
Weil
Gott in tiefster Nacht erschienen, kann unsre Nacht nicht endlos
sein. (Dieter Trautwein)
Denn
ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Gegenwärtiges noch
Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes, noch irgend ein anderes Geschöpf
mich scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Jesus Christus ist,
unserem Herrn. (Aus Römer 8)
Über
dem Regenbogen: Es liegt in der Bestimmung des Menschen geboren zu
werden, zu leben und auch zu sterben. Tod bedeutet Ende und Ende
bedeutet gleichzeitig Anfang, der Beginn eines neuen Lebens für
mich und auch für euch. Der Kreislauf der Natur hat sich nun für
mich geschlossen. Ich habe meine irdischen Aufgaben erfüllt und
darf jetzt nach Hause zurückkehren. Nach Hause in eine Welt voll
von tiefstem Frieden, Harmonie und reiner bedingungsloser Liebe. Die
Liebe ist die stärkste Kraft im Universum und durch das Band der
Liebe werde ich mit euch verbunden bleiben, solange bis wir uns
wiedersehen und wieder in die Arme nehmen, irgendwann, irgendwo über
dem Regenbogen.
Weinet
nicht, ich hab' es überwunden. Ich bin erlöst von Schmerz und
Pein, denkt gern zurück an mich in schönen Stunden und lasst mich
in Gedanken bei euch sein.
Manch
Tränlein mag wohl fallen, in Liebe um mich weint, ich hab's ja auch
im Leben mit allen gut gemeint. Und habt ihr mich versenkt, dann
lasst das Trauern sein, und wenn ihr mein gedenkt, dann denkt in
Liebe mein.
Vertraut
den neuen Wegen, auf die uns Gott gesandt! Er selbst kommt uns
entgegen. Die Zukunft ist sein Land. Wer aufbricht, der kann hoffen
in Zeit und Ewigkeit. Die Tore stehen offen. Das Land ist hell und
weit. (Klaus Peter Hertzsch)
Alles
verändert sich, aber dahinter ruht ein Ewiges. (Goethe)
Und
wenn du dich getröstet hast, wirst du froh sein, mich gekannt zu
haben. Du wirst immer mein Freund sein. Du wirst dich daran
erinnern, wie gerne du mit mir gelacht hast. Antoine de
Saint-Exupéry
Die
Bande der Liebe werden mit dem Tod nicht durchschnitten.
Es
liegt ein Stück Paradies in jedem Lächeln, in jedem guten
Wort, in der Zuneigung, die du verschenkst. Und es wird dir
wieder zum Paradies in der Erinnerung an den, dem du es geschenkt
hast."
nach Phil Bosmans
Ein
Engel kam und sprach: "Du sollst nicht länger leiden.
Lass einfach los und lass dich treiben.
Ich breite meine Flügel aus. Gemeinsam fliegen wir nach Haus."
"Einschlafen
dürfen, wenn man müde ist,
und eine Last fallen lassen dürfen,
die man sehr lange getragen hat,
das ist eine köstliche, eine wunderbare Sache"
Hermann Hesse
Je
schöner und voller die Erinnerung,
desto schwerer ist die Trennung.
Aber die Dankbarkeit verwandelt die Erinnerung in eine stille
Freude.
Man trägt das vergangene Schöne nicht wie einen Stachel,
sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.
Dietrich Bonhoeffer
Geliebte,
wenn mein Geist geschieden,
So weint mir keine Träne nach;
Denn, wo ich weile, dort ist Frieden,
Dort leuchtet mir ein ew'ger Tag!
Wo aller Erdengram verschwunden,
Soll euer Bild mir nicht vergehn,
Und Linderung für eure Wunden,
Für euern Schmerz will ich erflehn.
Weht nächtlich seine Seraphsflügel
Der Friede übers Weltenreich,
So denkt nicht mehr an meinen Hügel,
Denn von den Sternen grüß' ich euch!
Annette von Droste-Hülshoff
"Hast du
Angst vor dem Tod?", fragte der kleine Prinz die Rose. Darauf
antwortete sie: "Aber nein. Ich habe doch gelebt, ich habe geblüht
und meine Kräfte eingesetzt soviel ich konnte. Und Liebe,
tausendfach verschenkt, kehrt wieder zurück zu dem, der sie
gegeben. So will ich warten auf das neue Leben und ohne Angst und
Verzagen verblühen."
Antoine de
Saint-Exupéry
"Wenn du an
mich denkst, erinnere dich an die Stunde, in welcher du mich am
liebsten hattest."
Rainer Maria Rilke
Du hast mir
schon Fragen gestellt
Über „Gott und die Welt“,
Und meist konnt‘ ich dir Antwort geben.
Doch jetzt bringst du mich aus dem Lot
Mit deiner Frage nach dem Tod
Und „was ist, wenn wir nicht mehr leben?“
Da muß ich passen, tut mir leid,
Niemand weiß da so recht Bescheid,
Solang es Menschen gibt auf Erden.
Ich stelle mir das Sterben vor
So wie ein großes, helles Tor,
Durch das wir einmal gehen werden.
Dahinter liegt der Quell des Lichts,
Oder das Meer, vielleicht auch nichts,
Vielleicht ein Park mit grünen Bänken,
Doch eh‘ nicht jemand wiederkehrt
Und mich eines Bess‘ren belehrt,
Möcht‘ ich mir dort den Himmel denken.
Höher, als Wolkentürme steh‘n,
Höher noch, als Luftstraßen geh‘n,
Jets ihre weißen Bahnen schreiben
Jenseits der Grenzen unsrer Zeit,
Ein Raum der Schwerelosigkeit,
Ein guter Platz, um dort zu bleiben.
Fernab von Zwietracht, Angst und Leid,
In Frieden und Gelassenheit,
Weil wir nichts brauchen, nichts vermissen.
Und es ist tröstlich, wie ich find‘,
Die uns vorangegangen sind,
Und die wir lieben, dort zu wissen.
Und der Gedanke, irgendwann
Auch durch dies Tor zu geh‘n, hat dann
Nichts Drohendes, er mahnt uns eben,
Jede Minute bis dahin,
Wie ein Geschenk, mit wachem Sinn,
In tiefen Zügen zu erleben.
Reinhard Mey
Je schöner und
voller die Erinnerungen,
desto schwerer die Trennung.
Aber die Dankbarkeit verwandelt
die Qual der Erinnerung
in eine stille Freude.
Man trägt das vergangene Schöne
nicht mehr wie einen Stachel,
sondern wie ein kostbares Geschenk
in sich.
Dietrich
Bonhoeffer
Der Tod ist das
Tor zum Licht
am Ende eines mühsam gewordenen Lebens.
(unbekannter Autor)
Du kannst Tränen vergießen,
weil er gegangen ist.
Oder du kannst lächeln,
weil er gelebt hat.
Du kannst die Augen schließen
und beten, dass er wiederkehrt.
Oder du kannst die Augen öffnen
und dich an allem erfreuen, was er hinterlassen hat.
unbekannter
Autor
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